Berlin/Rheinland-Pfalz. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner bleibt bei seiner Haltung zur „Pille danach“, obwohl konservative katholische Kreise und Gynäkologen ihn zu einer Korrektur aufgefordert haben. Der Kölner Erzbischof hat in der vergangenen Woche überraschend die Verschreibung der „Pille danach“ in katholischen Kliniken an Vergewaltigungsopfer erlaubt. Voraussetzung dafür: Das Medikament verhindert allein die Befruchtung der Eizelle. Tabu bleiben soll für die Ärzte jene Pille, die eine Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindert.
Laut „Spiegel“ bestreiten mehrere Frauenärzte, dass es eine „Pille danach“ gibt, die allein die Befruchtung verhindert. Auf dem deutschen Markt seien nur zwei Produkte erhältlich („Ellaone“ und „Pidana“), die beide nicht nur einen Eisprung der Frau verhindern, sondern auch bereits befruchtete weibliche Lebenskeime vernichten würden. Ähnlich hatte sich auch der Gynäkologe Bernhard von Tongelen in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ geäußert.
Cologne's cardinal, Joachim Meisner, stands by his position on the "morning after pill," although conservative Catholic groups and gynecologists have requested a correction. Cologne's archbishop has in the past weeks surprisingly permitted prescription of the "morning after pill" in Catholic clinics to victims of rape. A precondition: the medicine only hinders the fertilization of the egg. Any pill that hinders the implantation of an already fertilized egg into the mucous membrane of the uterus is still taboo for doctors.
According to Spiegel, many gynecologists contest that there is a morning after pill that only hinders fertilization. There are two products available on the German market, "Ellone" and "Pidana," both of which not only hinder ovulation in women, but also already destroy already-fertilized "germs of life." Gynecologist Bernhard von Tongelen made similar comments on the ARD program Günther Jauch.